Mai 2019: Inspirational thoughts – inspirierende Gedanken

Ich lese sehr gerne und ich lese sehr viel. Ich finde, Teil meines Job ist es, meinen Teilnehmern Inspirationen mitzugeben.

In der aktuellen Business Spotlight 4-19 habe ich in dem Artikel „Right or Wrong?“ aus der Serie „Leadership“ etwas gelesen, das ich gerne mit euch teilen möchte.

Es ist aus einem Interview mit Lukas Stricker, einem Senior Consultant bei Argo & Partner in Zürich. Er wurde gefragt, welchen Rat, bezüglich Führung und Ethik, er jemanden mit auf dem Weg geben würde, der in einem globalen Unternehmen arbeitet.

Hier ist seine Antwort.

Stay reflective, which is a tricky* thing these days, because of this mania to be busy. And secondly, don’t surround* yourself with people who are like you*, or people who like you. Have people around you who make your life difficult, who don’t agree with you, who challenge* your definition of right and wrong.“ (Lukas Stricker)

tricky = schwierig
surround = umgeben
like you = wie du
challenge = herausfordern

That’s really powerful and certainly not always easy. When people challenge you, ask yourself why they challenge you. It tells you a lot about yourself. And it helps you find out what you stand for and defend* what you stand for.
I’ve been doing it myself for a longer time and it’s helped me a lot to become more relaxed – the better your know yourself, the more relaxed you are. Being reflective will help you connect to yourself.

defend = verteidigen

Übrigens, die Spotlight bzw. Business Spotlight bekommt ihr in gut sortierten Zeitungsläden, auf Wunsch bestellen sie sie auch für euch. Oder direkt beim Spotlight Verlag: https://www.spotlight-verlag.de/

Ihr findet dort noch weitere interessante Artikel, z.B. zu AI (artificial intelligence*) – ein spannender Krimi zu diesem Thema lag zu Weihnachten auf dem Gabentisch für meinen Mann. Das war ein Buchtipp aus der Business Spotlight, mein Mann liest den Krimi jetzt mit Begeisterung:-).

*AI = künstliche Intelligenz

April 2019: Amy Cuddy – Power Posing

Koerpersprache - ein junger Mann springt in die Luft

Immer wieder treffe ich beim Englisch-Training auf Teilnehmer, die unsicher sind beim freien Sprechen. „Meine Kollegen sprechen viel besser.“ oder „Sie trauen sich einfach.“ – sind Sätze, die ich immer wieder höre.

Eine Sprache lebt natürlich vom Üben, ähnlich wie bei einem Instrument oder wie beim Sport: Eine Zeit lang nicht gejoggt und ich merke es an meiner Kondition. Das ist beim Englisch sprechen nicht anders.

Und dann ist da noch die Sache mit den englischen Präsentation – eine Herausforderung für sich. Es gibt nicht das eine Patentrezept, aber es gibt etwas, das ihr regelmäßig üben könnt und was euch bei Blockaden helfen kann: Power Posing. Schaut mal auf meine Coaching-Website, dort könnt ihr mehr lesen, auf Deutsch & Englisch, und euch einen TED Talk von Amy Cuddy ansehen, den ich  „powerful“ finde. Amy Cuddy ist eine Sozialpsychologin an der Harvard Business School.
https://bettina-bonkas.com/blog.html

Im Übrigen plane ich auch wieder „Yes, I can“ anzubieten, ein Impuls-Training mit einer Mischung aus Englischsprechen, Resilienz* & Improvisiation. „Ich kann kein Englisch!“ fängt im Kopf an, ein Glaubenssatz, den ich mir irgendwann zugelegt habe und der, wie so manche anderen Glaubenssätze auch, gar nicht hilfreich ist. Improvisieren muss ich beim Englischsprechen immer wieder, beim Improteil haben wir jede Menge Spaß und ihr übt, der Name sagt es schon:-), zu improvisieren. Weitere Informationen folgen bald.

* psychische Widerstandskraft

Februar 2019: Englisch lernen mit „short stories“ und eine „walking tour“ in London

Ein wenig verspätet kam ich dazu, die Januar-Ausgabe vom Spotlight Magazin zu lesen. Diese Ausgabe kann ich euch aus mehreren Gründen besonders empfehlen. (Ich höre schon die Stimmen, dass der Januar bereits vorbei ist. Stimmt! Aber über den Spotlight Sprachenshop könnt ihr das Magazin noch bestellen und auch noch weitere Produkte zum Sprachenlernen – von Spielen über Bücher bis Audio-CDs ist alles dabei – der Link ist unten:-)

Also, hier nun die Gründe:

  • „A special walking tour in London“: London zu Fuß erkunden vom Tower of London vorbei an St. Paul’s Cathedral zu Westminster, durch den schönen St James’s Park zum Buckingham Palace und schließlich zum Trafalgar Square. – Ja, das ist ganz schön sportlich, aber machbar. Wer’s gemütlicher mag, fährt mit dem Doppeldeckerbus, am besten oben ganz vorne hinsetzen, und genießt eine Fahrt durch London – das ist immer wieder empfehlenswert.
  • „Short story & grammar tale“: Neben den derzeit monatlichen „Grammar Tales“, das sind alte Märchen, die der modernen Zeit angepasst sind mit grammatikalischen Übungen, gibt es eine längere Geschichte von James Schofield, der auch für die Business Spotlight schreibt. Bei dieser Geschichte gibt es einen ausgedehnten Übungsteil. Wenn ich Bezug auf etwas nehmen kann, in diesem Fallauf eine Geschichte, lerne ich besser; eingebettet in einem Kontext.
  • Musik für gute Laune? Die deutsche Band Whale City sieht sich als „bridge between Germany and California“ – sie lassen sich von Kalifornien in ihren Liedern inspirieren. Spotlight beschreibt ihre Songs als „can be edgy (kantig) and melodious at once (auf einmal)“.
  • Wer über Aktuelles/Umweltthemen sprechen möchte: Im Part „Press Galery“ gibt es einen Artikel über das Sterben von Insekten. Und in „Everyday English“ gibt es Dialoge mit einem Vokabelteil & Übungen zum Thema „Living with less plastic“.

Und noch viele weitere Artikel & Grammatikübungen.

Und hier nun der versprochene Link: https://shop.spotlight-verlag.de/sprachenshop/englisch/

Happy Reading:-)

 

 

November 2018: Mit Märchen Englisch lernen – grammar tales

Das Spotlight-Magazin hat sich etwas sehr Schönes einfallen lassen: Sie schreiben moderne Versionen von bekannten Märchen und erklären Grammatik anhand des Märchens: grammar tales. In der November-Ausgabe erklären sie die „if-clauses“ mit der „will-future“.

Es macht Spaß, die Geschichte zu lesen und durch die bei Märchen typischen Wiederholungen ist sie sehr gut zu verstehen. Die Übungen dazu sind auch für fortgeschrittene Leser interessant, die die Grammatik vielleicht nicht mehr ganz parat haben. Spotlight hat, glaube ich, 24 Geschichten geschrieben, es lohnt sich also, das Magazin in den nächsten Monaten zukaufen;-). In jeder Ausgabe gibt es zusätzlich auch eine Kurzgeschichte, eine Entspannung für zwischendurch.

Reiseinteressierte finden in der November-Ausgabe sehr schöne und auch außergewöhnliche Tipps für Kanada. Alleine die Bilder machen Lust, dieses Land zu besuchen.

Sehr interessant finde ich auch die Seite „Press Gallery“, auf der sie monatlich Politisches aus der englischsprachigen Welt vorstellen, diesen Monat die Sanktionen gegen den Iran.

Wer zwischendurch etwas für sein Englisch machen möchte, hat mit dem Spotlight-Magazin ein abwechslungsreiches Magazin mit interessanten Artikeln aus den verschiedensten Bereichen, Grammatik und sehr schönen Bildern. Das Magazin ist in gut sortierten Zeitschriftenläden erhältlich oder bei Rewe und natürlich auch als Abonnement über den Spotlight-Verlag: https://www.spotlight-online.de/spotlight-magazin

Die neue Rubrik „Grammar Tales“ fand ich einen schönen Anlass, das Magazin wieder einmal zu empfehlen.

Happy reading:-)

September 2018: The latest news about Germany

Wenn ich auf der englischen Webseite etwas nachschaue, gehe ich immer auf „uk.yahoo.com“. Sie haben einen Nachrichtenticker – häufig Tratsch und Klatsch von britischen Promis und, natürlich, vom Königshaus;-) – an dem man nicht vorbeikommt und der immer wieder interessante Nachrichten bereithält.

So auch heute (26. September). Sie haben einen großen Bericht über die gestrige Wahl des neuen Fraktionsvorsitzenden der CDU, Ralph Brinkhaus. Wer an Politik interessiert ist und gestern Nachrichten geschaut hat, wird den Bericht aus einem anderen Land über uns interessant finden und vielleicht sogar die ein oder andere Vokabel dabei lernen.

Wenn man einen Bericht, Film, Buch oder was auch immer bereits auf Deutsch kennt, hilft das beim Verständnis von schwierigen Vokabeln. Dieser Bericht ist anspruchsvoll, wenn ihr den „gist“ (Hauptpunkt, Wesentliche) versteht, ist das ausreichend.

https://uk.yahoo.com/news/apos-beginning-end-apos-angela-175150986.html

September 2018: Auszeit in Frankfurt

Foto Leonard Bonkas

Vor kurzem hatte ich das unverhoffte Vergnügen einer Auszeit, mitten in Frankfurt. Ich war zu früh für eine Veranstaltung. Das Wetter war herrlich und so lief ich ein wenig herum und entdeckte eine kleine Parkanlage in der Nähe der Börsenstraße mit wunderschönen, großen alten Bäumen.

Wenn man die Börsenstraße umgekehrt, Richtung Innenstadt läuft, kommt man fast bei Hugendubel heraus. Hugendubel hat eine sehr gute Auswahl an Sprachbüchern und -spielen im zweiten Stock. Wie wär’s mit dem Spiel „A weekend in London“ oder „Interpol ermittelt – Englisch lernen für Krimifans“? „Quick Buzz – Das Vokabelduell“ gibt es in mehreren Sprachen. – Das Schöne ist, man kann dort anschauen & anfassen, genau das Richtige für einen haptischen Menschen wie mich. Wer abtauchen möchte, kann sich eines der fremdsprachigen Bücher schnappen – auf verschiedenen Lernstufen – und lesen. Wenn ich an meinen Sohn denke, der es mit Lesen leider nicht so hat, dafür aber sehr gut zuhören kann, der kann zu den audio books greifen.

Das nächste Mal werde ich es genau umgekehrt machen: Erst zu Hugendubel gehen, mir ein schönes Buch aussuchen und das dann auf einer Parkbank genießen mit einem Latte aus einem take away travel mug. Leider ist es absehbar, dass das Wetter bald kälter wird, aber auch hierfür ist gesorgt: Hugendubel bietet gemütliche Sitzgelegenheiten an.

Ich freue mich, dass wir die Läden in den cities haben. Für mich bereichern sie unsere Städte.

On top noch ein bisschen sightseeing: Beim Römer – Dom gibt es die neue Altstadt, die sehenswert ist. Sie zieht natürlich jede Menge Touristen an, denen man gerne weiterhelfen und directions geben kann.

Viel Spaß beim Ausprobieren:-).

Juni 2018: Be connected

Bei meiner Arbeit als Trainer und Coach lerne ich sehr interessante Menschen kennen. Beim „Job Coaching“ üben wir gemeinsam Vorstellungsgespräche auf Deutsch & Englisch. Dabei lernt man Seiten von Menschen kennen, die man bei ihnen mitunter gar nicht vermutet hätte. Und ich  lerne immer wieder Neues dazu.

In meinem aktuellen Blogbeitrag auf meiner Coaching-Webseite habe ich dazu einen Beitrag verfasst. Warum ich das hier schreibe? Weil er auf Englisch ist:-). Vielleicht habt ihr Lust, euer Englisch zu üben und ein bisschen in die Coachingwelt einzutauchen.

My article about job coaching is in English: http://www.bebc-coaching.com/11.html

Happy reading:-))

Mai 2018: 100 Things to do in England

RV* Lifestyle has put together 100 things to do in England. I’ve been to some of the places and I fully agree with them that they’re great places to visit like

  • Buckingham Palace (open to visitors for 10 weeks each summer), The Tower of London, Covent Garden and Borough Market, both in London – Eden Project (an educational charity) in Cornwall, Lanhydrock (a magnificent Victorian country house with gardens) also in Cornwall –  the City of Bath (with 2,000-year-old Roman Baths) – The Malvern Hills (great for hiking) near the Cotswolds and the Cotswolds themselves are always worth a visit – Stratford upon Avon (home of Shakespeare) – the Isle of Wight (take the hovercraft from Portsmouth, the last remaining commercial hovercraft service in the world) and many more places you can visit.

Go to https://www.your-rv-lifestyle.com/things-to-do-in-england.html and get inspired. They’ve added photos and descriptions of each place.

By the way they have interesting tips what to do and where to go for many more places and everything around RV-ing around the world.

RV = recreational vehicle (Campingbus)

RV* Lifestyle hat „100 Dinge“ zusammengetragen, die man in England unternehmen kann.

  • Von Buckingham Palace (10 Wochen im Sommer für die Öffentlichkeit geöffnet) über den Tower of London zu Covent Garden und Borough Market, alle in London, über das Eden Project und Lanhydrock (einem sehr schönen Herrenhaus mit wunderschönen Gärten), beide sind in Cornwall, die Stadt Bath mit seinen 2.000 Jahre alten römischen Bädern, die Malverns Hills (sehr schön zum Wandern) in der Nähe der Cotswolds und natürlich auch die Cotswolds selbst, Stratford upon Avon, das Zuhause von Shakespeare, die Insel Wight (am besten mit dem Hovercraft dorthin fahren, der letzte kommerziell fahrende) und viele weitere Orte. Oben befindet sich der Link mit Fotos und Beschreibungen.

Ihr könnt England mit dem Campingbus (in Cornwall sehe ich immer wieder richtig schöne VW Bullis – echte und auch als Deko:-) bzw. mit einem Wohnwagen bereisen. Inspirationen dafür findet ihr auf der Webseite.

Übrigens auf der Seite findet ihr auch Tipps für viele weitere Länder auf der Welt und alles rundum „RV-ing“.

RV = Campingbus (recreational vehicle)

Enjoy!

April 2018: Sprachreisen nach England als Bildungsurlaub

Die Sprachreise, mit der wir zusammenarbeiten, ist jetzt für Bildungsurlaub zertifziert.

Unter der Kategorie „Sprachreisen“ finden Sie ein buntes Angebot für Business English, 50+ mit einem Mix aus Englisch-Unterricht am Morgen und dem Besuch von Schlössern & Gärten am Nachmittag, Englisch-Training & Wellness, Gruppen- und Einzelunterricht und Angeboten für Schüler.

März & April 2018: Eine Kurzgeschichte in zwei Teilen

By Leonard Bonkas

Auf Englisch & Deutsch – The power of Love II

Goodbye (part II) by Bettina Bonkas
2nd part
When granny was in hospital again, she called me in England. Something she’d never done before. She informed me that the doctors had found out the reason for her back ache. She had cancer in one of her ribs. Bone cancer. From that day on she was different. She was loving, I could already tell on the phone, and I really got to love her. I decided to interrupt my time in England and go back to Germany and do some jobbing. Often I went to see granny and our relationship became closer and closer. Then, that week came, in which everything went super quickly. On Monday her doctor told her that all treatment options had been exhausted. A couple of days later, on Thursday, she together with her sons had an appointment with her doctor in which he told them that they’d better quickly look for a place in a hospice as she only had a couple of weeks to live.

That was a real blow and somehow we didn’t realize it really. It was only on the following Monday that I called hospices in our area. Although I had to work, I really took my time, it was for granny. I called her every day and I realized that love had replaced a sense of duty. That was very powerful. She thanked me every day for my phone call which really touched me.”

Lara gulped before she went on. “Every day things became worse. Granny was now hardly eating anymore. She only drank those Nurishment drinks of which she only drank two a day and then she even stopped doing that. It really hurt to see how my once stout granny disappeared in front of our eyes. At first it was to be seen monthly, then weekly and in the end daily. She became weaker and weaker and her stoma bag really tortured her, more than ever. It leaked pretty often because she was too skinny and now she was even too weak to tidy up the mess. That was awful for my granny who always used to be so clean. Did you notice that she even at her age looked like a model?”

The nursing service was great but of course they didn’t have all the time in the world. The palliative team tried to soothe her pain but there’s no remedy against weakness. My granny who’d always been so proud of her independence became more and more dependent from other people. Well, and then she came to you. At first family and friends came to see her, then it was just Dad and his brother who were with her every day. It was so intensive. She enjoyed being with them so much, weak as she was, she even threatened to send them thunder and lightning, should they argue with each other. Then, it was just my dad who said his final goodbye and then his brother.  I think, granny was so happy that her sons were with her in such a loving way during her illness. She didn’t always have a good relationship to her other son either and dad suffered from ill-health himself, he had a chronic fatigue syndrome. I’m so happy that we’ve found to each other. It was like in a kitschy film: dad and his brother are getting on better again, both were there for their mum in a very loving way, and at the end there was the big happy ending, everybody was connected in deep love to each other. A kitschy film couldn’t have been any better.

Why, oh why didn’t we get a second chance, like with grandad and gran back then? Why did everything had to go so quickly? Only seven months.”

Lara sobbed heavily. The nurse gently stroked her back. She was silent for a while before she responded to Lara.

I got to know your grandmother as a very determined woman who, ill and weak as she was, knew very well what she wanted and what not. In doing so she always seemed very proud and she was very much present. Yes, everything went very quickly, but for me it shows that you, together as a family, did everything well, in a very beautiful way. You’ve found to each other and you said your goodbyes to your grandmother with lots of love. She could pass away in peace, and most important, in love. I don’t think that, weakened as she was, she would have wanted to go on living. And I think, you’ve given so much more to her than you can imagine.”

Lara smiled at her with tears in her eyes. Later, she went into her granny’s room again and now she could feel why she didn’t want to touch her: That wasn’t her granny anymore. That was only her physical shell. She reminded her of her grandad, that was what he looked like a week after his death. Her granny had left her ill body in no time. That was typical of her, she had always been a decisive person. Lara left her granny’s room feeling calm. She decided not to wait for her parents, it would take them at least another quarter of an hour. She would go tot hem later. Now she needed some time for herself.

After a day of relief – her granny was not in pain anymore and the tension of the last months had come to an end – she experienced some tough days. Her feelings had an intensity whose like she had never before felt.  Emptiness overcame her; her goal of the past months was away all of a sudden. On top of it she felt guilty: “Why didn’t she extend a hand to her granny earlier? She also didn’t really appreciate how generous she’d always been towards her: She only had €3 to 4 for food per day.” She was stricken by humbleness but also by shame and self-reproach. Lara didn’t know what was going on with her, her feelings were really intense. But then she remembered the nurse’s words and she felt calmer.

Intuitively, she started talking to her granny. The times when she bore grudges against her didn’t seem to be important anymore. Lara became aware that death turned the spotlight on what was really important in life. It was only their mutual, connecting love that was important. And Lara also felt her granny with an intensive love and warmth in her everyday life. She also became aware how her granny shone through her: She had her sense of beauty and like her, she had an eye for it. At the same time she noticed how the love, she had prayed for in August, had made her a more loving person. Consciously, she had practiced a body exercise to fill her chest with air in a way to widen her heart and thinking. She especially had done this exercise when she had felt that she had become narrow: physically and mentally. She was overwhelmed by what she felt inside her – it felt very good. She hoped very much that she would be able to keep going this, especially when everyday life would hit again.

Lara had learned something very important for her life: There is always something beautiful in sad times, no light without shadow. Yes, their relationship could have been better before but sometimes hurt feelings are too painful. Forgiving means healing for the one who forgives. But often the one who forgives is not free from guilt themselves. And therefore she was very grateful for the beautiful twist of fate that they all lived to see together. How sad would a goodbye have been on bad terms or even no goodbye at all?

With a new determination, she decided to study interior design. Life seemed easier and clearer now to her. with Easter ahead, Lara could feel that something new was arising. She looked forward to sharing her plans with her parents.

Abschied (Teil II) von Bettina Bonkas
2. Teil
Als Oma wieder im Krankenhaus lag, rief sie mich in England an.  Das hatte sie vorher nie gemacht. Sie teilte mir mit, dass die Ärzte herausgefunden hatten, woher ihre Rückenschmerzen kamen. Sie hatte Krebs in einer Rippe. Knochenkrebs. Seit diesem Tag war sie verändert. Sie war liebevoll, ich konnte das bereits am Telefon spüren und ich gewann sie total lieb. Ich beschloss, meine Zeit in England zu unterbrechen und in Deutschland zu jobben. Häufig ging ich Oma besuchen und unser Verhältnis wurde immer enger. Dann kam jene Woche, in der alles ganz schnell ging. Am Montag sagte ihr der Arzt, dass sie austherapiert sei, ein paar Tage später, am Donnerstag, hatten ihre Söhne zusammen mit Oma ein Gespräch mit ihm. Da teilte er ihnen mit, dass wir zügig nach einem Hospizplatz suchen sollten. Oma habe nur noch wenige Wochen zu leben.

Das war ein echter Schlag und irgendwie haben wir das gar nicht ganz richtig kapiert. Erst am darauffolgenden Montag telefonierte ich Hospize ab. Obwohl ich arbeiten musste, nahm ich mir viel Zeit dafür, das war ein Dienst für Oma. Ich telefonierte täglich mit Oma und mir wurde bewusst, dass ich es nicht mehr aus Pflichtbewusstsein machte, sondern aus Liebe. Sie bedankte sich jedes Mal für meinen Anruf. Das hat mich sehr berührt.“

Lara schluckte kurz, bevor sie weitersprach. „Jeden Tag ging es ein bisschen schlechter. Oma aß mittlerweile fast gar nichts mehr. Sie trank nur noch diese Fresenius Drinks, aber von diesen trank sie auch nur noch zwei am Tag und schließlich auch diese nicht mehr. Es tat sehr weh zu sehen, wie meine Oma, die immer eine Kräftige war, vor unseren Augen verschwand. Erst konnte man es monatlich sehen, dann wöchentlich und nun täglich. Sie wurde immer schwächer und ihr Stomabeutel quälte sie sehr. Er lief häufiger aus, denn sie war zu dünn geworden und jetzt auch noch zu schwach, die Schweinerei wegzumachen. Das war sehr schlimm für meine immer so saubere Oma. Haben Sie mal gesehen, Sie sah noch im Alter wie ein Model aus.“ Lara lächelte.

Der Pflegedienst war toll, aber sie hatten natürlich auch nicht unbegrenzt Zeit. Das Palliativteam versuchte ihre Schmerzen zu lindern, aber gegen Schwäche gibt es kein Mittel. Meine Oma, die immer so stolz auf ihre Selbstständigkeit war, wurde immer abhängiger. Na ja, und dann kam sie ja letzte Woche zu Ihnen. Papa und sein Bruder waren dann jeden Tag bei ihr. Es war so intensiv. Ich glaube, Oma war so glücklich, dass ihre Söhne sie während ihrer Krankheit so liebevoll begleiteten. Zum anderen Sohn war das Verhältnis auch nicht immer gut und Papa ist ja selbst angeschlagen mit seinem Erschöpfungssyndrom. In der letzten Woche waren es dann nur noch Oma und ihre Sohne. So schwach Oma war, sie hat sogar noch mit ihnen gescherzt und ihnen gedroht Blitz und Donner zu schicken, sollten sie miteinander streiten. Ich freue mich so sehr, dass wir zueinander gefunden haben. Es war wie in einem Kitschfilm: Papa und sein Bruder verstehen sich jetzt wieder besser, beide waren für ihre Mama voll da und zum Schluss gab es das große Happy End, alle waren in ganz tiefer Liebe miteinander verbunden. Es war so intensiv. Ein Kitschfilm  hätte nicht besser sein können.

Warum bekamen wir keine zweite Chance wie bei Opa oder Omi damals? Warum musste alles so schnell gehen? Nur sieben Monate!“

Lara schluchzte heftig. Die Schwester streichelte sanft ihren Rücken. Sie schwieg eine kleine Weile, bevor sie auf Laras Worte einging.

Ich habe Ihre Oma als eine sehr selbstbestimmte Frau kennengelernt, die selbst – schwerkrank wie sie war – genau wusste, was sie wollte und was nicht. Sie wirkte dabei immer sehr stolz und hatte Präsenz. Ja, es ging alles sehr schnell, aber das spricht für mich auch dafür, dass Sie als Familie alles ganz richtig gemacht haben. Sie haben zueinander gefunden und Ihre Oma mit viel Liebe verabschiedet. Sie konnte in Ruhe und, ganz wichtig, mit Liebe gehen. Ich glaube nicht, dass sie, geschwächt, wie sie war, hätte weiterleben wollen. Und ich glaube auch, dass Sie ihr viel mehr gegeben haben, als Sie es sich vorstellen können.“

Lara lächelte sie unter Tränen an. Sie ging später noch einmal in das Zimmer ihrer Oma und jetzt spürte sie, warum sie ihre Oma nicht hatte anfassen wollen: Das war ihre Oma nicht mehr. Das war nur noch ihre körperliche Hülle, wie bei ihrem Opa damals, als sie ihn eine Woche nach seinem  Tod nochmals gesehen hatte. Ihre Oma hatte ganz schnell ihren kranken Körper verlassen. Das war typisch für sie, entscheidungsfreudig war sie schon zu Lebezeiten. Ruhig verließ Lara das Zimmer ihrer Oma. Sie beschloss, nicht auf ihre Eltern zu warten, sie würden noch mindestens eine dreiviertel Stunde brauchen. Sie würde später zu ihnen nach Hause fahren. Jetzt brauchte sie Zeit für sich alleine.

Nach einem Tag der Erleichterung – ihre Oma litt keine Schmerzen mehr und die große Anspannung der letzten Monate hatte ein Ende gefunden – erlebte sie ein paar intensive Tage. Ihre Gefühle hatten eine fast nie gekannte Intensität. Leere erfüllte sie, das Ziel der letzten Monate war plötzlich weg. Außerdem überkamen sie Schuldgefühle: „Hätte sie Oma nicht viel früher die Hand reichen sollen? Sie hatte auch gar nicht richtig zu schätzen gewusst, wie Oma mit ihrer kleinen Rente ihr gegenüber immer wieder so großzügig war: Nur 3,– bis 4,– € hatte sie am Tag für Essen.“ Tiefe Demut überkam sie, aber auch Scham und Selbstvorwürfe. Lara wusste nicht, was mit ihr los war, ihre Gefühle waren so intensiv. Dann kamen ihr wieder die Worte der Schwester in den Sinn und sie wurde ruhiger.

Intuitiv begann sie, mit ihrer Oma zu sprechen. Die Zeit des Grolls schien nicht mehr wichtig zu sein. Lara wurde bewusst, dass der Tod einen klaren Blick auf das lenkte, was wirklich wichtig war im Leben. Was zählte, war nur noch die gegenseitige Liebe, die sie verband. Und Lara spürte ihre Oma mit einer intensiven Liebe und Wärme in ihrem Alltag. Ihr wurde auch bewusst, wie Oma durch sie hindurchschien: Sie hatte Omas Sinn und ihr Auge für das Schöne. Gleichzeitig nahm sie wahr, wie die Liebe, für die sie noch im August gebetet hatte, aus ihr einen liebevolleren Menschen gemacht hatte. Bewusst hatte sie auch immer wieder Körperübungen gemacht und ihren Brustbereich geweitet, insbesondere dann, wenn sie gespürt hatte, dass sie sich eng machte: körperlich als auch geistig. Sie war überwältigt von dem, was sie in ihrem Inneren spürte – es fühlte sich richtig gut an. Sie hoffte sehr, dass sie sich das bewahren könnte, auch im Alltag.

Lara hatte Wichtiges für ihr Leben gelernt: Bei allem Traurigen ist immer auch etwas Schönes dabei, ohne Schatten kein Licht. Ja, ihr Verhältnis hätte schon früher besser sein können, aber manche Verletzungen sind groß. Verzeihen zu können ist wohltuend für den, der verzeiht. Aber auch der Verzeihende ist meistens nicht frei von Schuld. Und so war sie sehr dankbar für die wunderschöne Wendung und dafür, dass sie das alles noch erleben durften, alle zusammen. Wie traurig wäre ein Abschied im Bösen oder gar kein Abschied gewesen?

Mit einer neuen Entschlossenheit entschied sie sich, Innenarchitektur zu studieren. Das Leben erschien ihr jetzt viel einfacher und klarer. Passend zu Ostern wurde Lara bewusst, wie etwas Neues entstand. Sie freute sich schon darauf, ihre Pläne mit ihren  Eltern zu besprechen.

 

Auf Englisch & Deutsch – The power of Love I

Goodbye (part I) by Bettina Bonkas
1st part

Lara would always remember that moment when the phone rang. It was 6.10 on a Saturday morning. It was 10th March. She had been wide awake before which was rather unusual for her but no way would she get up that early on a Saturday, staying in bed was all she wanted to do. When the phone call came in, she knew straight away what had happened.

She dressed and left her house quickly. The drive to the hospice was a blur. All Lara could remember was that the weather kept swapping between sunshine and rain as if it could not make up its mind.

When she entered the building she could feel the silence which she had appreciated so much the week before. Immediately, a nurse came towards her and together they went to her granny’s bedroom. Lara felt very grateful for her presence. When she went to her granny’s bed, the nurse disappeared. Lara didn’t notice it, for her time had come to a standstill. On her bed she saw the purple petals, spread around her. On her bedside table there was a purple rose in a vase, next to a candle and an angel.

I’m sure you really like it, Granny. You always had a taste of beauty in life. Your beautifully decorated tables were larger-than-life and your small flat was a dream. All the things here go so nicely with you.” Lara smiled to herself.

It was only then when she dared look at her granny, something she’d avoided before and she was shocked: She was so emaciated that it hurt, she was just bones. Her face clearly showed how much the cancer had drained her. She looked so different from grandad back when he died. His death had come as a surprise. Well, not completely really, not when you’re 91 but he hadn’t been marked by illness and so he looked even a bit youthful at his death. A surprised expression had been on his face: “That’s death?”, He seemed to say. “It’s not that bad, really.”

Lara had to compose herself. She looked away, took a chair and sat next to her granny. She had to force herself to touch her. Strange. It had felt so natural with grandad, to touch him and to even kiss him. It was so different with her granny now. She went into a dialogue with her and let her tears run.

You’ve made it Granny. No more pain. You’re with your brother, your sister and the rest of your family now. I’m sure they’d been waiting for you up there. But we’re missing you. Why did you have to go so early? Why didn’t we get another chance, like with grandad and gran?” Lara’s voice broke off.

On impulse, she fled the room. Tears running down her face. Outside, she met a nurse.

Would you like some tea?”

Lara nodded in silence and a bit later they sat together in the cosy lounge of the hospice. Already last week, had she admired the fresh colours of green and purple in the building which went very nicely with the warm brown of the parquet flooring. Little details were lovingly spread all over the place. She experienced the whole atmosphere as tremendously pleasant and soothing. The nurses handled death in a beautifully natural way. Only last week two dogs of one of the nurses came into her granny’s bedroom, whose bedroom door had always been open. Just not now, of course. Now everything was different.

It was only last year that we got closer again and now she’s dead.”

Lara’s voice broke off. The nurse stroked her hand without speaking, sensing that Lara wasn’t finished yet.

You know, granny wasn’t always easy. But I guess, the same is true of us. She had hurt my dad a lot. Before that our relationship was good but then granny went too far. As a result we weren’t on speaking terms for almost a year. When she celebrated her 80th birthday in February last year we went to see her. I think granny was really happy that we’d come. She didn’t say anything but the look on her face showed. From then on we met again and again and then, only in August, she was diagnosed with cancer. That wasn’t easy really. Our relationship was OK but not brilliant at the time, still a bit brittle. I prayed to God to help me support granny in a loving way. Not an easy situation, I didn’t want to fake my love. I called her from England, I was there at the time, and she was super happy about my phone call. I was pretty optimistic that everything would go well. I mean, my gran had bowel and colon cancer too, some years ago now, and and she got better.

In the meantime, when I was in Germany, I went to see granny. That wasn’t so easy in the beginning as ranted at the nurses in hospital. And I got agitated too. I just couldn’t get out of my mind what she’d done to dad and she’d got me involved too. At the same time I really wanted to help her. She definitely needed our help. So I tried whatever was possible when I was in Germany but I didn’t bust a gut, I was still too hurt.” Lara fell silent.

 

Abschied (Teil I) von Bettina Bonkas
1. Teil

Lara erinnerte sich genau daran, als der Anruf kam. Es war um 6:10 Uhr an einem Samstagmorgen. Sie war zuvor schon glockenhell wach, was höchst selten bei ihr vorkam. So früh aufzustehen war aber keine Option, nicht an einem Samstag. Als das Telefon klingelte, wusste sie sofort, was passiert war.

Die Sonne schien, als sie später zu ihrer Oma fuhr. Zwischendurch regnete es immer wieder. Das Wetter schien sich nicht entscheiden zu können: Sonne oder Regen. Genauso sah es in ihrem Inneren aus.

Sie spürte wieder diese Stille, als sie das Gebäude betrat. Diese hatte sie schon eine Woche zuvor als sehr angenehm empfunden. Sogleich kam eine Schwester auf sie zu. Wie selbstverständlich begleitete sie sie zum Zimmer ihrer Oma. Lara empfand ihre Begleitung als ungemein wohltuend. Als sie an das Bett ihrer Oma trat, entfernte sich die Schwester unauffällig. Lara bemerkte es nicht, für sie stand die Zeit still. Auf dem Bett ihrer Oma sah sie die wunderschöne Dekoration: violette Rosenblätter lagen verteilt um sie herum. Auf dem Nachtischchen stand eine violettfarbene Rose in einer Blumenvase, daneben eine Kerze und ein Engel.

Na, Oma, das gefällt dir bestimmt richtig gut. Du hattest ja schon zu Lebzeiten einen Blick für das Schöne und immer alles so schön gemacht. Deine gedeckten Tische waren einfach legendär und deine Wohnung ein echtes, kleines Schmuckstück. Das hier alles passt so gut zu dir.“ Lara lächelte.

Dann erst fiel ihr Blick auf ihre tote Oma, etwas, das sie zuvor vermieden hatte, und sie erschrak: Wie abgemagert sie war. Ihrem Gesicht war deutlich anzusehen, wie sehr der Krebs an ihr gezerrt hatte. Sie sah so ganz anders aus als Opa damals. Sein Tod war unverhofft gekommen. Nun gut,  mit 91 Jahren stirbt man nicht ganz unverhofft, aber er war vorher nicht durch Krankheit gezeichnet gewesen und so sah er in seinem Tod fast ein wenig jugendlich aus. Ein erstaunter Ausdruck hatte auf seinem Gesicht gelegen: „Ach, das ist der Tod? Der ist ja gar nicht so schlimm“, schien er auszustrahlen.

Lara musste sich fassen. Sie wandte ihren Blick ab, nahm sich einen Stuhl und setzte sich zu ihrer Oma. Sie musste sich zwingen, sie zu berühren. Komisch, bei Opa war es so natürlich für sie gewesen, ihn zu streicheln und ihn sogar zu küssen. So anders war es jetzt bei ihrer Oma. Sie ging ins Zwiegespräch mit ihr und ließ ihre Tränen frei laufen.

Du hast es geschafft, Oma. Kein Leiden mehr. Jetzt bist du bei deinem Bruder, deiner Schwester und beim Rest deiner Familie. Ich bin mir sicher, da oben haben sie schon auf dich gewartet. Aber du fehlst uns so. Warum musste nur alles so schnell gehen? Warum bekamen wir keine zweite Chance wie bei Opa und Omi damals?“ Laras Stimme versagte.

Einem inneren Impuls folgend verließ sie das Zimmer. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Draußen traf sie auf eine Schwester.

Möchten Sie einen Kaffee trinken?“

Lara nickte stumm und im nächsten Moment saß sie mit der Schwester zusammen im gemütlichen Wohnzimmer des Hospizes. Schon letzte Woche waren ihr die frischen Farben, grün und violett, im Gebäude aufgefallen, die ausgesprochen gut zum warmen Braun des Holzbodens passten. Überall waren liebevolle kleine Details verteilt. Sie empfand die ganze Atmosphäre als ungemein wohltuend und beruhigend. Die Schwestern und Pfleger gingen mit dem Tod auf bewundernswert natürliche Weise um. Noch letzte Woche kamen die beiden Hunde einer Schwester in das Zimmer ihrer Oma gelaufen, deren Zimmertür immer offen stand. Nur jetzt natürlich nicht. Jetzt war alles anders.

Erst im letzten Jahr hatten wir uns wieder angenähert und jetzt ist tot.“

Laras Stimme versagte. Die Schwester streichelte wortlos ihre Hand. Sie spürte, dass Lara noch nicht fertig war.

Wissen Sie, Oma war nicht immer einfach. Aber wir vermutlich auch nicht. Sie hat meinen Papa sehr verletzt. Davor war unser Verhältnis gut, aber dann war Oma zu weit gegangen, da war dann erst einmal Funkstille. Als sie letztes Jahr im  Februar ihren 80sten feierte, gingen wir hin. Ich glaube, Oma hat sich total gefreut. Sie hat nichts gesagt, aber sie hatte so einen Blick drauf, der hat alles gesagt. Danach trafen wir uns immer wieder und dann, im August schon, kam die Diagnose Krebs. Das war erst einmal nicht einfach. So toll war unser Verhältnis zu der Zeit noch nicht. Ich habe damals gebetet, dass Gott mir hilft, Oma liebevoll zu unterstützen. Das fiel mir nicht leicht, ich wollte ihr schließlich keine Liebe vorlügen. Ich rief sie aus England an, ich lebte dort damals, und sie hat sich total gefreut. Ich war dann ganz optimistisch, dass alles gut gehen würde. Meine andere Oma hatte einige Jahre zuvor auch Darmkrebs und da ging alles gut.

Zwischendurch war ich immer wieder in Deutschland. Wenn ich zu Hause war, ging ich natürlich zu Oma. Das war am Anfang nicht so einfach, denn Oma schimpfte ganz schön auf die Pflegekräfte. Und ich habe mich irgendwie reingesteigert. Sie hatte Papa ganz schön weggetan und mich da mit reingezogen. Das konnte ich nicht ausradieren, gleichzeitig wollte ich ihr aber auch helfen. Sie brauchte jetzt echt unsere Hilfe. So versuchte ich dann zu machen, was möglich war, wenn ich in Deutschland war, aber ein Bein habe ich mir nicht ausgerissen, dazu war ich noch zu sehr verletzt.“ Lara schwieg.

Bettina Bonkas, Coaching + Training | Im Ärmchen 3, D-61273 Wehrheim im Taunus | Contact | Impressum | Data Protection | Datenschutz Cookie-Settings | Cookie-Einstellungen