
Auch wenn Abschiede unsagbar schmerzhaft sind, begleitet sie auch etwas Liebevolles , das wir, im Moment unserer größten Verletzbarkeit, als ungemein wohltuend und tröstend empfinden – wenn wir es schaffen, es zuzulassen.
Abschied (Teil II) von Bettina Bonkas
Geschichte in zwei Teilen. 2. Teil:
„Als Oma wieder im Krankenhaus lag, rief sie mich in England an. Das hatte sie vorher nie gemacht. Sie teilte mir mit, dass die Ärzte herausgefunden hatten, woher ihre Rückenschmerzen kamen. Sie hatte Krebs in einer Rippe. Knochenkrebs. Seit diesem Tag war sie verändert. Sie war liebevoll, ich konnte das bereits am Telefon spüren und ich gewann sie total lieb. Ich beschloss, meine Zeit in England zu unterbrechen und in Deutschland zu jobben. Häufig ging ich Oma besuchen und unser Verhältnis wurde immer enger. Dann kam jene Woche, in der alles ganz schnell ging. Am Montag sagte ihr der Arzt, dass sie austherapiert sei, ein paar Tage später, am Donnerstag, hatten ihre Söhne zusammen mit Oma ein Gespräch mit ihm. Da teilte er ihnen mit, dass wir zügig nach einem Hospizplatz suchen sollten. Oma habe nur noch wenige Wochen zu leben.



