Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke und Selbstbewusstsein

Tafel mit Aufschrift: Be You - Love Yourself steht für: Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke und Selbstbewusstsein Selbstvertrauen stärken

Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke & Selbstbewusstsein

Selbtsvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke & Selbstvertrauen – mmh, das klingt manchmal leichter gesagt als getan. Manche Situationen fordern uns einfach heraus.

Und doch: Selbstvertrauen ist kein Persönlichkeitsmerkmal, es ist eine erlernbare Fähigkeit. Sie entsteht Schritt für Schritt: im Alltag und in herausfordernden Situationen – vor allem aber dadurch, wie wir uns selbst begegnen.

Das klingt doch machbar – findest Du nicht auch?

Was ist Selbstvertrauen?

Selbstvertrauen ist die innere Überzeugung, sich auf die eigenen Fähigkeiten, Entscheidungen und Gefühle verlassen zu können, sich also selbst zu vertrauen.

Es ist keine Charaktereigenschaft, mit der wir geboren werden, sondern eine erlernbare Fähigkeit, die durch Erfahrung und bewusstes Handeln wächst.

-> Selbstvertrauen hängt eng mit Selbstbewusstsein und innerer Stabilität zusammen.

Klingt soweit gut, aber wenn wir ehrlich sind: Gibt es nicht auch Situationen, in denen wir uns mehr Selbstvertrauen wünschten?

Wenn Du souverän mit Herausforderungen umgehst: Congratulations 🙂
Wenn Du noch Luft nach oben siehst, möchte ich Dich einladen, weiterzulesen und ein paar wertvolle Impulse mitzunehmen.

Mit „Selbst-Vertrauen“ meine ich die innere Gewissheit: Ich kann mich auf mich verlassen – auch wenn es schwierig wird.


Eine Frau, die erschoepft aussieht als Symbol für: Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke und Selbstbewusstsein

Zu sich selbst stehen – der Ausgangspunkt für mehr Selbstvertrauen

Kennst Du diese Momente?

  • Du stimmst zu – aber innerlich sagt alles „Nein“.
  • Dein Körper zieht Grenzen, die Du ignorierst.
  • Du spürst: Hey, da überschreitet jemand eine Grenze. Trotzdem lässt Du es zu.

In solchen Situationen stehen wir nicht für uns selbst ein. Und dann kommt der Moment, in dem wir uns über uns selbst ärgern.

Gut so! Echt jetzt? Ja.

Denn dieser Ärger ist nicht das Problem, sondern ein Signal. Ein innerer Kompass.

Let’s face it: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir ändern nichts, wenn wir nicht müssen – das Gehirn spart Energie für Wichtigeres: Why change a running system?

Hier kommen unsere Gefühle ins Spiel: Sie sind ein Lernkompass im Alltag. Sie zeigen uns, was uns guttut und was nicht. Anja Lamprecht-Löwe hat zu Gefühlen einen sehr guten Blogbeitrag geschrieben: Gefühle als Lernkompass.


Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für mehr innere Stärke & Selbstbewusstsein

Vertrauen entsteht nicht durch Warten. Es entsteht durchs Tun: regelmäßig, in kleinen, bewältigbaren Schritten und mit spürbaren Erfolgserlebnissen – damit wir motiviert sind und dranbleiben.

Hier sind fünf Strategien, die Dir dabei helfen:

Laptop auf dem steht: Never stop learning

1. Veränderungen als Lernchance sehen

Unser Gehirn bewertet Unbekanntes zunächst als Bedrohung – das ist Evolution, kein Fehler. Dein Gehirn möchte Dich schützen.

Wenn Du z.B. eine Präsentation auf Englisch hälst, kann Dein Gehirn das als Bedrohung interpretieren. Nicht weil sie gefährlich ist, sondern weil sie ungewohnt ist. Es will Dich vor einer möglichen Blamage schützen.

Was kannst Du selbst tun?

Selbstvertrauen entsteht durch Erfolgserlebnisse, kleine sind bereits ausreichend. Wenn Du Dir Schritt für Schritt zeigst, dass eine Situation sicher ist, lernt auch Dein Gehirn, entspannter damit umzugehen, z.B. beim Englischlernen. (Tipps fürs Englisch lernen)


Praxisbeispiel

Ein Kunde von mir, mit Begeisterung fürs Bergwandern, wollte sich beruflich verändern. Ein Vorstellungsgespräch auf Englisch zu führen war eine große Herausforderung für ihn. 

Wir gingen es wie eine Bergtour an:

  • Vorbereitung
  • Training
  • Erfolgserlebnisse sammeln und auch Herausforderungen üben

Beim Bergsteigen kannte er keine Unsicherheiten, überhaupt war er eine selbstbewusste Person, aber bei Englisch stand ihm seine Einstellung im Weg: „Ich muss alles richtig machen.“

Solche inneren Überzeugungen werden in der Psychologie als Glaubenssätze bezeichnet. Sie können unser Verhalten stark beeinflussen.

Elimieren können wir solche Glaubenssätze nicht, aber überschreiben. Mein Kunde fand seinen eigenen: „Nicht perfekt, dafür aber lernfähig – der Rest rutscht an mir ab – wie bei Teflon*.“

Das war ein Prozess, der Zeit & Geduld brauchte und stellenweise auch intensiv war. Aber es hat für ihn funktioniert: Er hat die Stelle bekommen, vor allem aber hat er Gelassenheit dazugewonnen.

*Wir hatten über Teflon gesprochen: „Teflon: 80 years of not sticking to things“.


Was hinter solchen Glaubenssätzen steckt, beschreibt die Psychologin Stefanie Stahl in „Das Kind in dir muss Heimat finden“ sehr gut.

-> Vertrauen ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine erlernbare Fähigkeit und eine Einstellung zu uns selbst. Vergleichbar mit einem Muskel: Jede kleine Herausforderung kann uns stärken.


Eine Frau, die beide Arme zur Seite ausstreckt als Symbol für: Selbstvertrauen stärken: 5 Strategien für innere Stärke und Selbstbewusstsein

2. Embodiment: Den Körper in den Aufbau von Selbstvertrauen einbeziehen 

Wir können uns nicht selbstbewusst denken, wenn unser Nervensystem erschöpft ist: durch permanente negative Selbstgespräche oder weil wir uns ständig antreiben.

-> Ja, Mindset ist ganz wichtig, aber alleine nicht ausreichend. Der Körper muss mitspielen.

Drei einfache Körper-Impulse:

  • Power Posing: aufrechte Haltung, Schultern zurück, Brustbereich weiten. Sozialpsychologin Amy Cuddy (Harvard) zeigt, dass dies den Cortisol-Spiegel (Stresshormon) senkt und das Dominanzhormon Testosteron erhöht. Neugierig geworden? Hier geht’s zu: „Power Posing – Mindset & Embodiment“
  • Lächeln: kann Glückshormone freisetzen. Du möchtest mehr erfahren? „Lachen macht gesund“
  • Atmen: länger ausatmen als einatmen. Das sendet Deinem Nervensystem das Signal: Ich bin sicher. Sport unterstützt diesen Effekt zusätzlich.

3. Ja zu Fehlern – Nein zu Perfektion

Ein klares Ja zu Fehlern ist mir eine Herzensangelegenheit.

Wir sind oftmals darauf konditioniert, Fehler mit Unzulänglichkeit zu verbinden statt mit Wachstum. Häufig erlebe ich, dass Menschen an ihrem eigenen oder auferlegten Perfektionsanspruch verzweifeln, der Fehler unnachgiebig kritisiert. Dabei zeigen Fehler etwas Entscheidendes:

-> Fehler bedeuten Handlung. Entwicklung. Bewegung.

„Scheitern ist das effizienteste Feedbacksystem, das wir haben. Es zeigt uns, was nicht funktioniert – aber auch, was uns noch wichtig genug ist, um es noch einmal zu versuchen.“

– Dr. Jenna Vyas-Lee, Psychologin

Ein gesunder Umgang mit Fehlern stärkt langfristig Resilienz und Selbstvertrauen.

Schild mit Aufschrift: Perfection is Stagnation


4. Raus aus der Vergleichsfalle

Vergleiche sind normal – aber oft unfair.

Social Media zeigt Ergebnisse, nicht Wege. Wie eine weise Oma es einmal ausdrückte: „Unter jedem Dach steckt ein Ach.“

Vergleiche reduzieren Selbstvertrauen und können das Selbstwertgefühl negativ beeinflussen.


Praxisbeispiel

Eine Kundin verglich sich beim Englisch-Coaching immer wieder mit ihrem jüngeren Kollegen, der im Ausland studiert hatte und war neidisch. Als sie sich diesem Gefühl stellte, entdeckte sie, worauf sie wirklich stolz sein konnte: ihr Ingenieursstudium in der DDR, ihre Berufserfahrung u.a. in der damaligen Sowjetunion und ihr sehr gutes Russisch – vor allem aber auf ihren Mut, nach dem Mauerfall ihr Leben neu aufzubauen.

Nachdem sie sich ihren – ja unangenehmen – Gefühlen gestellt hatte, konnten wir wirklich an ihrem Englisch arbeiten. Sie realisierte auch, dass gut gut genug ist. Vor allem erkannte sie: „Neben Fachwissen und Berufserfahrung bringe ich Lebenserfahrung mit, ich kann auf meine Fähigkeiten vertrauen.“

„Vertrauen und Vergleich können nicht nebeneinander existieren. Das eine wächst durch innere Zuversicht, das andere durch Bewertung von außen.“

– Taz Thornton, Empowerment Coach


Tafel mit Spruch: What's your story?

5. Sei Dein bester Freund – Selbstvertrauen leben

Jedes Mal, wenn wir für uns selbst einstehen – egal in welcher Form – geben wir uns das Signal: Ich kann mich auf mich verlassen.

Selbstvertrauen entwickelt sich in den großen, aber auch in den alltäglichen Momenten des Lebens. Es wächst durch die vielen Situationen, die das Leben bietet: berufliche Neuorientierung, Ausbildung, das Ende von Beziehungen, Krankheiten, das Jonglieren zwischen Familie und Beruf – und nicht zuletzt dadurch, dass Du Dir immer wieder bewusst Zeit für Dich selbst nimmst.

Selbstvertrauen entsteht durch:

  • Grenzen setzen
  • Bedürfnisse wahrnehmen
  • Entscheidungen treffen
  • für sich einstehen

Du hast schon oft bewiesen, dass Du immer wieder aufgestanden bist: nach Verlusten, nach Veränderungen, nach Rückschlägen. Hast Du Dir dafür jemals Anerkennung gegeben?

Je freundlicher wir mit uns selbst umgehen, desto stabiler wird unser Selbstvertrauen. Bei Härte verkrampfen wir – Freundlichkeit lässt uns wachsen.

Zuversicht ist kein Zustand – es ist Selbst-Vertrauen in Bewegung. Selbst-Vertrauen entsteht durch Handeln.

Vertrauen in uns selbst zu haben bedeutet nicht, sich nicht auch immer wieder mal einen Tritt in den Hintern zu geben oder nie auf andere zu schauen – es bedeutet:

Kenne Dich und Deine Geschichte, lebe sie mit Stolz und schreibe sie weiter. Und Du weißt ja, in jeder guten Geschichte gibt es Ups and Downs – das macht sie erst spannend. 🙂

Selbstvertrauen stärken bedeutet, eine stabile Beziehung zu sich selbst aufzubauen.


Praxisbeispiel

„Früher habe ich meine Bedürfnisse immer hinten angestellt. Bei unreifen Eltern geht’s ja nicht ums Wohlergehen des Kindes, sondern um ihr eigenes. Für mich selbst einzustehen und mich dann auch noch zu loben, wenn ich mich getraut habe, anderen gegenüber Grenzen zu setzen, war ein echter Lernprozess.

Liebevoll für mich da zu sein, auch wenn ich es nicht geschafft hatte und darauf zu vertrauen, dass es ein nächstes Mal gibt – das habe ich bei dir gelernt. Das war eine ganz, ganz wichtige Erfahrung für mich.“

– Coaching-Kundin, Be Connected by Bettina Bonkas


Wir haben dabei mit „Reparenting“ gearbeitet. Wenn die emotionalen und physischen Bedürfnisse in der Kindheit nicht erfüllt wurden – wie beispielsweise im Fall meiner Kundin mit ihren emotional nicht verfügbaren Eltern – haben wir im Erwachsenenalter die Chance, uns das zu geben, was wir brauchen.

Dazu gehören Sicherheit, Zuwendung und Mitgefühl, Gefühlsregulation und Grenzen setzen. Bei meiner Kunden haben wir unter anderem mit Selbstlob und Selbstliebe gearbeitet – also damit, sich selbst gegenüber die fürsorgliche Stimme zu entwickeln, die früher gefehlt hat und für sich einzustehen.

Wie ist Deine Geschichte? Magst Du sie mit mir teilen? – Ich freue mich darauf, von Dir zu hören.


Kann man Selbstvertrauen wirklich lernen? Häkchen

Ja – und das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt. Selbstvertrauen ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine erlernbare Fähigkeit.

Sie entsteht durch:

  • Erfahrung
  • bewusstes Handeln
  • Reflexion
  • Erfolgserlebnisse

Jeder kleine Schritt zählt. Auch körperliche Signale wie eine ruhige, tiefe Atmung senden dem Nervensystem: „Ich bin sicher.“ Für mich persönlich ist dabei am wichtigsten, wie wir uns selbst begegnen – mit Strenge oder mit Wohlwollen. Denn Selbstvertrauen braucht einen offenen und freundlichen Blick.


Wie lange dauert es, Selbstvertrauen aufzubauen?

Das ist individuell verschieden.

Kleine, tägliche Schritte wirken oft schneller, als wir denken – weil sie dem Nervensystem genau das geben, was es braucht: „Ich bin sicher.“

In meiner Arbeit erlebe ich regelmäßig, dass viele Klienten schon nach wenigen Wochen einen Unterschied merken – nicht, weil sich alles verändert hat, sondern weil sie sich selbst anders begegnen.


Tafel mit Aufschrift: The next step

Dein nächster Schritt

Welche der fünf Strategien spricht Dich am meisten an? Fang genau dort an – mit einem kleinen, konkreten Schritt noch heute.

Wenn Du merkst, dass Du dabei Begleitung möchtest – sei es beim Selbstvertrauen aufbauen, beim Englischsprechen oder in einer beruflichen Neuorientierung – dann bin ich gerne für Dich da.

Ich biete Business & Life Coaching, Resilienz-Training und Englisch-Coaching an – online und in Präsenz, für Privatpersonen und Unternehmen. Schreib mir einfach – ich freue mich auf Deine Geschichte.

→ Jetzt Kontakt aufnehmen: bettina-bonkas.com/kontakt

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→ Mehr über Englisch- Coaching erfahren: Angebot & Infos 

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Bitte beachte

Dieser Beitrag ersetzt keine Therapie. Manchmal sitzen unsere Probleme tiefer und wir benötigen professionelle Hilfe.

Bettina Bonkas, Coaching + Training | Im Ärmchen 3, D-61273 Wehrheim im Taunus | Contact | Impressum | Data Protection | Datenschutz Cookie-Settings | Cookie-Einstellungen