Tipps fürs Englisch lernen

Tipps zum Englisch lernen Tipps fürs Englisch lernen

Tipps fürs Englisch lernen

In meinem letzten Blogbeitrag für Coaching/Resilienz habe ich über Zielerreichung generell geschrieben und ein Beispiel aus eigener Erfahrung gegeben. Diesen Beitrag kannst Du auch auf YouTube ansehen. – Heute möchte ich das mit Tipps fürs Englisch lernen (auch fürs Lernen ganz allgemein) näher ausführen.

Der Verhaltensforscher BJ Fogg vom Stanford Behavior Design Lab – in seinem  Bootcamp (Trainingslager) war u.a. Mike Krieger, der Mitbegründer von Instagram – sagt, dass wir die Messlatte ganz niedrig ansetzen sollen, und zwar richtig niedrig, um eine Verhaltensänderung und damit Erfolg bei der Zielerreichung zu bewirken. Er selbst gestand sich bei der Reinigung mit Zahnseide zu, nur für einen Zahn Zahnseide zu benutzen. Aber wenn er schon dabei war, flosste er meistens alle Zähne. Das Entscheidende daran: Er setzte sich nicht unter Druck, sondern erlaubte sich ganz kleine Ziele.

Oftmals ist es doch so, dass wir hochmotiviert mit einem Ziel beginnen, es dann aber aufgeben, weil uns der Weg zur Zielerreichung zu gewaltig erscheint. Das Ergebnis: Wir sind dann nicht nur vom Ziel abgekommen, sondern wir sind auch frustriert und vermutlich mit Schokolade vollgestopft und haben noch einen Grund mehr, ein schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn meine Teilnehmer beim Englischtraining mit zu hohen Erwartungen an sich selbst zu mir kommen, sei es, weil sie das Niveau noch nicht haben oder weil ein stressiger Tag hinter ihnen liegt und sie mit diesem Erwartungsdruck das Englisch-Training fortführen möchten, mache ich Folgendes:

Tipps fürs Englisch  lernen

  • Raum & Zeit: Ich bringe erst einmal Ruhe in das Training. Tempo herausnehmen, Erdung, Erfolgserlebnisse -> runter mit dem Leistungsdruck.
  • Manchmal musst es ein bisschen mehr sein: Wer in der Sprache noch nicht sicher ist oder einen bad language day hat, muss fehlende Vokabeln umschreiben, sich wiederholen und erklären. Lieber mehrere, kurze, einfache Sätze anstatt längere Sätze mit Verbindungswörtern.
    Ein Beispiel aus der englischen Variante meines letzten Blogbeitrags: „According to behavioural scientist BJ Fogg it is crucial to set the bar really low if you want to be successful when developing new habits.“
    Einfacher ausgedrückt:
    „Expert BJ Fogg says: It is very important to have easy goals. When you have easy goals, you follow* your goal. This is very motivating. And, motivation makes you happy and you make changes in your life.“
    *follower – dieses Wort im Zusammenhang mit Social Media wird mittlerweile im Deutschen häufig benutzt.
  • Improvisation: Ein früherer Teilnehmer von mir wusste nicht, was „Es ist egal“ heißt. Ich ließ mir seinen Satz auf Deutsch sagen: „Es ist egal, von wo ich arbeite.“, half ihm, den Satz im Deutschen in einfachen Worten umzuformulieren: „Ich  kann von zu Hause aus arbeiten, ich kann im Büro arbeiten, beides ist in Ordnung.“ und ließ ihn übersetzen: „You know*, I can work from home, I can work in the office, both is OK.“ – Wenn ich das flüssig sage, hört niemand, dass ich „it doesn’t matter“ (es ist egal) nicht kenne. Dem Gesprächsverlauf tut das keinen Abbruch.
    *You know – super Füllwort, gibt ein bisschen Zeit zum Nachdenken:-)
  • Think simple: Muss es die indirekte Rede sein oder geht es nicht auch einfacher?
    „Barbara said she hadn’t realised it was midnight.“
    Einfacher ausgedrückt:
    „Barbara said, “I didn’t realise it was midnight.”
  • Sag ja zu Fehlern: Aus Fehlern lernen wir. Wer gar nicht erst probiert, macht natürlich keine und lernt aber auch nicht dazu.
  • Always remember: Deine Persönlichkeit ist viel wichtiger als fehlerfreies  Englisch. Ja, Briten und Amerikaner setzen Englisch voraus, aber sie sind oftmals auch viel entspannter und großzügiger im Umgang mit Fehlern.
    Und:
  • Akzeptanz: Auf der Grundlage von Akzeptanz lernt es sich entspannter und erfolgreicher. Akzeptanz ist im Übrigen ein Resilienz-Faktor.

Wenn es nicht alleine klappt, suche Dir Menschen, die Dich bestärken, eine Gruppe, in der Du Dich wohlfühlst – kurzum eine Lernumgebung, die Dich fordert und fördert.

Das gilt natürlich nicht nur fürs Englisch lernen, sondern fürs Lernen ganz allgemein.

Du möchtest etwas für Dein Englisch tun? Wir bieten Englisch-Trainings im Einzelformat und in kleinen Gruppen an. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Für Privat- und Geschäftskunden. Präsenz und online. Vor allem abwechslungsreich und mit viel Spaß. Vielleicht magst Du Dir unser Angebot anschauen.

Du bist unsicher beim Englisch sprechen? Dann könnte mein „Yes, I can! – Englisch frei sprechen“-Training für Dich interessant sein.

Interessiert? – Ich freue mich, von Dir zu hören.


Anmerkung zum „Du“
: Mit dem Du überbrücke ich die Distanz, die zwischen uns, die wir uns nicht persönlich kennen, besteht.

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